Jahresrückblog 2023

Einleitung – 12.02 Uhr gleich wird veröffentlicht. Ich darf ja noch nachbessern 😀 Das wird noch ellenviellänger …
So, das ist meine Einleitung. Ich habe auch Herzklopfen. Der Countdown läuft.

Was war mein Motto für 2023?

  • „Mein Motto für 2023 ist Wachstum und selbstgewählte Veränderung. Für mich gehen sie Hand in Hand – ohne Wachstum keine Veränderung und ohne selbstgewählte Veränderung kein Wachstum.
  • Wachstum und Veränderung sind in diesem Januar schon angestoßen worden – mich hat eine Aussage sehr berührt, nämlich dass es möglich ist, mit Bloggen etwas von mir, etwas, woran mir gelegen ist, in die Welt zu bringen.
  • Dass das etwas ist, das mir wichtig ist für mein Leben, wurde mir da bewusst. Und dass ich das bisher so nicht erreicht habe – ich hatte nicht in dem Beruf gearbeitet, in dem ich gern arbeiten wollte, und mein Kinderwunsch blieb auch unerfüllt. Vielleicht kann ich mit Hilfe des Bloggens etwas von dem weitergeben, was mir wichtig ist, nämlich anderen dabei behilfich zu sein, sich in Deutsch verständlich machen zu können, Deutsch besser sprechen zu können. (…)“

    Soweit also mein Motto.

Was hatte ich mir für dieses Jahr vorgenommen? Und was ist daraus geworden?

  • Wachstum und Veränderung – ich stehe noch immer hinter dem Motto.
    Im Laufe des Jahres habe ich gefühlt, erkannt und gelernt, dass ich einerseits mutig voran will und andererseits Angst vor der Veränderung habe, auch wenn sie selbstgewählt ist. Mich selbst so scheinbar paradox auszuhalten, fiel mir oft genug schwer. Meine Erkenntnis für mich ist, dass ich mir im Kopf verdammt viel vornehmen kann, ich kann Listen schreiben, kurz einhalten, dann aus unterschiedlichen Gründen aus dem Rhythmus kommen – und dann – zack! Peng! – unzufrieden mit mir sein und ich kann je nach dem in ein mich fast überwältigendes Mangelgefühl kommen – in dieses „ich bin nicht gut genug“, „ich schaffe das nicht“ und so weiter. Und inzwischen kann ich damit auch aufhören, ich entscheide, was ich denke.

    Ich habe gegen Ende des Jahres gelernt, dass die Seele ganz notwendig mitkommen sollte. Wie höre ich verkopfter Mensch auf meine Seele? Auch das habe ich inzwischen etwas gelernt.

    Und meine Vision von dem, was ich weitergeben möchte, braucht neben Hand und Fuß und Hirn eben auch das Herz, die Seele. Sie ist unser verletzlichster Ort. Um da „ins Gespräch zu kommen“, ist es notwendig, sich ggf. auf alte Verletzungen einzulassen, zuzuhören, traurig zu sein, das auszuhalten. Und das im Vertrauen darauf, das es gut wird, das es heilt.
  • Im Januar 2023 kam ich auf die Idee, meinen Hobby-Blog in einen „richtigen“ Blog zu wandeln. Deutsch für Niederländerinnen und Niederländer – das war der Plan.

    Einerseits hatte ich Ideen – deutsche Texte vorlesen, eine Art Sätze-Memory mit einer Gruppe hier und noch anderes – und andererseits kam dann das „Ach …“ – ach, wie komme ich an Interessierte? Dann muss ich hier Klinken putzen? Das will ich nicht. Und ich hatte auch immer wieder mitbekommen, dass die Leute die Idee toll finden! Aber dann auf Nachfrage selbst doch nicht interessiert sind oder dass es schon eine andere Lösung dafür gibt … danke nein. Und auch so ein „Ach“ – ach, ich beherrsche die Grammatik intuitiv, Muttersprachlerin halt. Und ups, ich habe nicht mal eine aktuelle Grammatik im Haus und eigentich möchte ich die Grammatik auch nicht erklären, aber Fragen kommen bestimmt. Und was mache ich mit dieser Litanei von „aufzuhinterinummit“, die ich schon öfter zu hören bekam und mit der ich nichts anfangen kann? Irgendwann war ich mit dieser Idee dann „fertig“.

Wir waren zweimal in Urlaub

  • Einmal im März auf Madeira
  • Und die zweite Reise führte uns in den Süden Afrikas.

Meine liebsten eigenen Blogartikel des Jahres

Sie stehen fast alle noch wieder auf Entwurf. Das werde ich noch ändern.

  • Mein Artikel über den 12. Juni 2023 - der sollte ein Zwölf von Zwölf Artikel werden. Und dann wurde er immer länger und ich hatte auch weit mehr als zwölf Fotos eingebettet.
  • Mein Sinterklaas-Artikel – ich liebe diese fröhliche Sinterklaas Tradition hier. Und dann tauchte im Netz so ein gemeines Video auf.

Mein Blog im Jahr 2023

Ich hatte immer mal wieder einen Blogartikel geschrieben, manche veröffentlicht, manche nicht. Und dann kam ein Moment, in dem mich ganz massive Content-Ängst überkam. Schlagartig nahm ich alles bisher Veröffentlichte zurück und war nach kurzer Zeit im Internet nicht mehr zu finden. So erleichtert, wie ich erst war – so wenig richtig fühlte es sich dennoch an. Und so nahm ich einen neuen Anlauf, als Judith zum Jahresrückblog einlud – nur um zu merken, dass mir dafür die Energie fehlte. Ich habe dennoch mitgemacht – so gut ich konnte. Lieber unperfekt, als gar nicht.
Mir fehlt noch immer viel Know How, was ich bei Judith lernen kann – und werde! -, um diesem Technikkram gewachsen zu sein. Und wenn ich ein online business haben werde, ist die Motivation sicherlich auch stärker, das zu lernen. Erst war ich Hobbybloggering, das möge sich in 2024 ändern.

Was 2023 sonst noch los war

Im April 2023 fand das erste Live-Event von The Content Society statt. Am 22. April gab es ein gemeinsames Abendessen. Durch den Bahnstreik bedingt war ich schon einen Tag eher angereist und konnte ganz in Ruhe ankommen. Ich habe alles um mich herum sehr bewusst wahrgenommen und genossen. Freitag war ich mittags in einer Kirche und hatte ein nettes Gespräch mit einer Mitarbeiterin, die für den Verkauf von allerlei Informationsmaterial rund um die Kirche zuständig war. Ich hatte es sehr genossen, einfach in eine Kirche gehen zu können. Als ich ging, sprach sie mich an und erzählte, dass noch eine Andacht stattfindet. Ich ging also wieder zurück. Die Andacht war kurz und sehr gut und die Orgel bzw das Orgelspiel – was ein Brausen – gar nicht überladen, dass ich mir die Ohren hätte zuhalten wollen, hat mich tief berührt. Und ich habe noch mehr Schönes erlebt, schon, dass die Sonne schien, ein leckerer Imbiss in einer Cafeteria, die Bilder dort, das Geschirr, es war einfach schön, weil es so einfach war – einfach in meiner Muttersprache. Wäre ich so dankbar dafür, würde ich es so schätzen, wenn ich das jeden Tag hätte?

Und so kam ich beim vereinbarten Treffpunkt an, dem Lokal, in dem wir verabredet waren. Ich war eine der Ersten. Was für eine Freude! Judith sah ich als Erste – es war mir, als würde ich sie schon immer kennen. Es gab so viel zu erzählen und zu lachen. Es kamen immer mehr energiegeladene Frauen an, strahlend vor Freude. Es war super, sich in echt kennenzulernen und eine große Freude, ich kann mich da nur wiederholen.

Der Samstag ging dann so weiter – voller Freude und Energie. Es kamen noch weitere Frauen dazu. Viel zu schnell war dieser schöne Tag mit viel Input und tollen Highlights vorbei. Für mich waren es sehr sehr viele Eindrücke.
Am Ende stand für Judith fest, dass das in 2023 wiederholt wird. Das wäre schön! Und dann kann ich hoffentlich auch wieder dabei sein.
Nachtrag: das Treffen wird am 12. Aril stattfinden, da kann ich leider nicht, weil meine Mutter an dem Tag hoffentlich ihren 90. Geburtstag feiert.

Vor kurzem habe ich einen Sprachtest für Niederländisch gemacht. Das Ergebnis war, das ich „laag geletterd“, also gering alphabetisiert, bin. Ich musste doch leicht schlucken. Zwar schlucken, aber doch auch nur leicht. Den Test finde ich schlecht. Es kam mehrfach auf Bindestriche bei der Schreibweise an, z.B. F-16 piloot oder F 16-piloot. Ich hätte es aufschlussreicher gefunden, zwischen pilot und piloot wählen zu müssen, weil das etwas darüber aussagt, ob man offene und geschlossene Silben kennt und auseinanderhalten kann. Es stachelt mich allerdings an, wieder aktiver zu lernen.

Und eins unserer geliebten Katzenkinder ist krank – Chui hat eine Blasenentzündung. Sah es beim ersten Besuch gut aus, die Blasenentzündung schien nicht stressbedingt zu sein, zeigte sich bei der zweiten Urinuntersuchung, dass die Blasenentzündung nicht auskuriert ist. Das Antibiotikum wurde dennoch abgesetzt. Und es war sehr mühsam, an diese Urinprobe zu kommen. Chui musste schließlich über Nacht beim Tierarzt bleiben. Den ganzen Tag wartete ich auf den erlösenden Anruf, dass ich sie abholen kommen könne. Als ich 19.10 Uhr anrief, machte sie. Aber es war zu spät, ich konnte nicht mehr rechtzeitig dort sein und so musste sie noch eine Nacht dableiben. Im Januar wird eine Echountersuchung von ihrer Blase gemacht. Hoffentlich ist es nichts Ernstes.
Obwohl sie keinen „Krach“ macht, wares still ohne sie. Ich bin froh und dankbar, dass sie wieder da ist und ich bin auch immer noch in Sorge. Liebe macht verletzlich.

Meine Ziele für 2024

  • Mein Motto für 2024 – Klarheit und Konzentration -?
    Heute – am 30. Dezember – wurde mir klar, welches mein Motto für das neue Jahr sein soll. Ich hatte noch „Wandel und Wachstum“ im Kopf. Bei einem Spaziergang im Sonnenschein (!) wurde mir klar, dass mein Motto „Trust the process!“ heißt.
    Vertrauen haben – gerade auch in mich; darauf vertrauen, dass ich schaffen werde, was ich mir vornehme. Und wenn es länger dauert – na und? Ja, ich hätte auch gern die vorzeigbaren Erfolge. Andererseits habe ich so viele Ideen, so viele „Eisen im Feuer“, lege allmählich meinen Perfektionismus ab – und das schafft viel Raum. Ich entscheide, was ich denke, darin will und werde ich mich weiterhin einüben. Es ist meine Entscheidung, ob ich denke, dass ich zu langsam bin und mich infolge selbst damit entmutige oder ob ich meine vielen kleinen Fortschritte in den unterschiedlichsten Bereichen sehe und sie und mich selbst dafür feiere und die Freude daran und darüber und den Fortschritt spüre.
  • Also so ganz klar bin ich noch nicht mit meinen Zielen für das neue Jahr. Sie werden sich sicherlich auch über das Jahr hinweg entwickeln.
    Jedenfalls brauche ich nicht bis zum 1. Januar zu warten, ich „darf“ schon vorher anfangen 😉
    Nachtrag 3. Januar 2024: ich werde mir ein Bild, eine Collage, was auch immer machen mit all meinen Ideen, Zielen, Wünschen – was auch immer – und die Fortschritte notieren. Vielleicht ist das ein guter Plan. Mal sehen.
  • Ich möchte gern wieder arbeiten.
    Vermutlich wird es eine Mischung aus einer angestellten und einer freiberuflichen Tätigkeit. Ein erster Schritt ist das Schreiben meines CV auf Niederländisch. Dazu gehört auch Informationen einzuholen, wie das mit den Steuern ist und was ich beachten muss, wenn ich eine sog. ZZP-er bin.
  • Ich möchte wieder mehr Niederländisch lernen. Vielleicht finde ich eine Lise der Worte die man braucht, wenn man B 2 Niveau hat. Das habe ich, aber dennoch hätte ich gern die Liste. Und ich möchte weiterkommen, strebe C 1 an. Da gibt es Unterkurse, diewohl auch online. Mal sehen.
  • Wieder (mehr) sporten, ganz allmählich meine Einheiten auf- und ausbauen.
  • Nähen <3
  • Loslassen, was ich nicht mehr brauche. So viel wie möglich zum 2 switch Laden bringen.

4 Kommentare

  1. Hallo,
    du schreibst sehr schön. Trau dich! Veröffentliche deine Entwürfe wieder. Ich glaub an dich! Das darfst du auch. 🙂

    Vielleicht fehlt noch das ein oder andere Bild – aber ansonsten ist dein Rückblick wirklich schon richtig gut!

    lg

    Birgit

    1. Liebe Birgit,
      ganz herzlichen Dank für Deinen Kommentar! Ich bin „von den Socken“ – jemand – Du hast meinen Jahresrückblick gelesen. Und er gefällt Dir! Mir wird sehr bewusst, dass ich mich noch gut im an-mich-selbst-Glauben einüben darf. Danke!
      Herzlichen Gruß, Daniela
      /…jippiiie!

  2. Liebe Daniela,
    ich schließe mich an. Dein Artikel war sehr angenehm zu lesen und hat mich berührt, weil du so ehrlich bist. So viele Menschen zweifeln an sich und denken sie dürfen es nicht zeigen, weil man in Social Media geflutet wird mit Erfolgsgeschichten und Schönheiten. Auch da darfst du sicher sein, dass nicht alles, was glänzt auch wirklich golden ist!

    Mach unbedingt weiter mit deinem Blog! Es wäre schön, wenn die Artikel gleich zu sehen sind. Ansonsten ist man schnell wieder runter vom Blog. Und ja, Bilder wären auch schön. Schau doch einfach mal durch deine Handykamera und nimm einen Schnappschuss. Muss ja nicht unbedingt von dir selbst sein.

    Meine Erfahrung mit dem Schreiben: es kann wie eine Therapie sein, wenn du es regelmäßig machst. Und das Feedback wie ein Kommentar unter einem Post kann dich bestätigen. Aber auch ohne Kommentare darfst du das lieben was du geschrieben hast.

    1. Liebe Elke, herzlichen Dank für Deinen Kommentar, ich weiß ihn sehr zu schätzen und freue mich überaus!
      Als ich mit meinem Blog anfing, war ein Anliegen zu zeigen, dass Selbstzweifel dazugehören und dass sie hinderlich sind, dass ich mich allerdings nicht abhalten lassen will zu tun, was ich gern machen und lernen will. Und dranbleiben, auch wenn es länger dauert, aber dann auch den Erfolg teilen, auch das war und ist mein Anliegen. Mal sehen, wie sich mein Blog weiterentwickeln wird. Zu diesem Weiterentwicklungsprozess gehören auch die Fotos 😉 Danke fürs Ermutigen. <3
      Herzliche Grüße und bis bald wieder im Club,
      Daniela

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